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Newsletter Nr. 24 / November 2018

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Gemeinsam ein Team?

Ist sie das wirklich, die beste Konstellation, wenn Alt und Jung im selben Team arbeiten?
Im Prinzip schon. Ältere Mitarbeitende bringen grosse Lebens- und Berufserfahrung, sowie ein grosses Fachwissen mit. Junge die neuen Ansätze und Meinungen, frisch von der Ausbildung oder vom Studium.
Sie kommen in die Firma um das soeben Erlernte in die Praxis umzusetzen. Ein guter Altersmix fördert somit die Vielfalt an Perspektiven, die Unterschiede im Denken und Handeln. Ein guter Altersmix öffnet auch überraschende Blickwinkel und liefert im besten Fall auch neue Ideen, auf die man sonst nicht käme.
Weiter spricht für einen guten Altersmix die Tatsache, dass es beängstigend wäre, wenn alle Mitarbeitenden 50 Jahre alt sind und dann alle gleichzeitig in Pension gehen würden. Für den kontinuierlichen Erfolg einer Firma oder auch eines Alters- und Pflegeheims, ist eine durchmischte Altersstruktur also ganz wesentlich. Firmen werden sich dessen immer mehr bewusst. Ist ein Team sehr jung, wird oft ausdrücklich eine erfahrene Person gesucht. Sind alle 45 Jahre alt und mehr, kommt eine junge Arbeitskraft dazu. (Quelle: Generation Gemeinsam – Beobachter)

Wie steht es mit der gegenseitigen Rücksichtnahme?

In der Praxis begegnen sich die Generationen oft mit Vorurteilen. Da heisst es dann ganz schnell, die Alten verstünden die heutigen Technologien nicht und würden sich denen gegenüber verschlossen zeigen. Den Jungen unterstellt man, sie prahlten nur mit theoretischem Wissen. Dass die Zusammenarbeit verschiedener Altersklassen harzig sein kann, zeigt eine Studie des international tätigen Personaldienstleisters Robert Half. Das Ergebnis: Alte und Junge unterscheiden sich vor allem in puncto Arbeitsmoral und Work-Life-Balance.
So will die Generation Y - noch in Ausbildung oder demnächst auf dem Arbeitsmarkt – vor allem gutes Geld verdienen und das nicht zwingend in einer Führungsfunktion. Im Job vorankommen und anerkannt werden ist hingegen für die Generation X wichtig, für die zwischen 1965 und 1978 Geborenen. Dafür opfert die mittlere Generation sogar ihre Freizeit. Dies kommt für die Generation Babyboomer der Jahrgänge 1948 bis 1964 wiederum nicht in Frage. Sie wollen eher ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Job und Privatem, obschon Ihnen der berufliche Status auch wichtig ist und etwas bedeutet.

Drei Generationen mit unterschiedlichen Bedürfnissen

Drei Generationen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Das ist ganz normal. Woran es aber laut der Studie in der Arbeitswelt mangelt; sich in andere hineinfühlen, begreifen, was ihnen wichtig ist und warum. Das ist aber zwingend eine Voraussetzung um als Team erfolgreich zu sein. 
Leute unterschiedlichen Alters betrachten die Dinge aus ihrer Warte. Auch das ist legitim, weil sie sich in ihrem Wissensstand ebenso unterscheiden wie in ihrer Erfahrung.
Wichtig ist, dass sich das alle bewusst sind und man nicht die Wahrheit für sich beansprucht, sondern die Sichtweise des anderen versucht nachzuvollziehen.

Was hat das mit dem Perla Park zu tun?

Vor 9 Jahren hat der Perla Park sich entschieden, ein Ausbildungsbetrieb zu werden. Wir bilden heute Lehrlinge in der Hauswirtschaft, in der Pflege und in der Küche aus und bieten Praktikumsplätze an für Mitarbeitende, die sich noch in Ausbildung befinden. Eine eigentliche „Altersmixquote“ gibt es bei uns nicht. Wird aber jemand gesucht, der ein Team leiten soll, suchen wir gezielt jemanden, der eine gewisse Berufserfahrung mitbringt. Wir schauen aber auch beim Kader, dass sich ein gewisser Altersmix ergibt. Die Vorteile: Die Jungen profitieren vom Fachwissen und vom Netzwerk der Alten. Die älteren Mitarbeitenden vom Spirit der Jungen.
In der Praxis heisst das dann: sich zusammenraufen und immer wieder etwas für die Teambildung zu tun, rasch und klar zu informieren. Denn die Unterschiede in der Art, die Dinge zu sehen und die Arbeit anzupacken, sind gross. Ältere Mitarbeitende sind meist sehr kundenorientiert und identifizieren sich auch stark mit dem Perla Park. Auch orientieren sich die Älteren an Bewährtem. Worauf die Jüngeren nicht immer Rücksicht nehmen. Sie sagen direkt, was sie als eingefahren wahrnehmen und schnell ändern möchten und stossen da eher auf Skepsis. 
Erfahrene Kolleginnen und Kollegen nehmen die Ansichten und Verbesserungsvorschläge nicht immer an, vor allem, wenn sie die Komfortzone verlassen müssen. Dies merkt man dann in einem Team, wenn ein neuer Chef oder eine neue Chefin kommen und mit Ihren Ideen anfangs auf Widerstand eines Teams stossen, das mehrheitlich aus langjährigen Mitarbeitenden besteht. Dass aber ältere Mitarbeitende Änderungen rundweg ablehnen, stimmt nicht. Sie reagieren nur oft besonnen und wollen erklärt haben, wo denn der Nutzen einer neuen Maschine, einer neuen Art der Pflege oder eine neuen Zubereitungsart in der Küche liegt, während Junge oft rasch zu Neuem bereit sind- manchmal auch zu rasch.
Unsere älteren Mitarbeitenden brauchen manchmal mehr Zeit um sich mit dem Neuen auseinander zu setzen. Dafür liefern sie oft nachher die bessere Qualität. Die Jungen bevorzugen oft den einfachen, schnellen Weg. Sie orten oft zielsicher, was sich verbessern liesse und haben oft Recht, weil sie einen unverbrauchten Geist mitbringen und nicht betriebsblind sind.

Meiner ganz persönlichen Meinung nach ist es anspruchsvoll und aufwändig in allen Bereichen  ein altersgemischtes Team zu führen. Es lohnt sich aber; dank der Vielfalt werden Stärken und Schwächen ausgeglichen. Erfahrung und Wissen, Neugierde und Speed kombiniert, ergibt ein Team, das gegenseitig von sich profitiert und letztlich profitiert davon auch der Perla Park. Die Erfolge im finanziellen Bereich, aber auch in der Erneuerung der Infrastruktur sind ein Zusammenwirken von Jung und Alt.
Ich denke, wir sind auf einem guten Weg und haben bisher bewiesen, dass wir die Herausforderungen im Alltag gut bewältigen können.
Dafür danke ich allen, die sich tag-täglich positiv für den Perla Park einsetzen.
Angefangen beim Stiftungsrat, über den Führungsstab, bis zu den Auszubildenden. Jung und Alt.
Wenn wir auch nicht immer einer Meinung sind, so gelingt es uns doch bestens, uns immer wieder zusammenzuraufen und den gemeinsamen Nenner zu finden. 
Wir sind ein gutes Team, das Perla- Team.

Walter Winteler
Geschäftsführer