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Newsletter Nr. 1/Mai 2013

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Warum ein Newsletter aus dem Perla Park?

Wir möchten mit einem Newsletter die Möglichkeit der modernen Kommunikation nutzen um

  • Angehörige und Mitarbeitende über Aktuelles aus unserem Haus zu informieren
  • Auf Probleme in unserer Arbeit aufmerksam zu machen
  • Ihre Meinung zu erfahren oder zu erfragen
  • Uns gemeinsam zu freuen: geteilte Freude ist doppelte Freude  

 

Das Haupt-Thema unseres ersten Newsletter:


Die Zusammenarbeit zwischen Angehörigen und Perla Park mit dem neuen Erwachsenenschutzrecht


 

Am 1. Januar 2013 ist aus dem Vormundschaft- das Erwachsenenschutzrecht geworden. Dahinter steht eine neue Philosophie: Nicht mehr behördliche Massnahmen für Hilfsbedürftige sind zentral, sondern individuelle Vorkehrungen für den Einzelfall. Eines der Ziele der Revision ist es, das Selbstbestimmungsrecht zu fördern. Mit einem Vorsorgeauftrag kann eine handlungsfähige Person neuerdings selber bestimmen, wer im Falle der Urteilsunfähigkeit ihr Rechtsvertreter sein soll und mit einer Patientenverfügung kann festgelegt werden, wer im Fall der Urteilsunfähigkeit bestimmten medizinischen Massnahmen zustimmen oder nicht zustimmen darf. Ehegatten und eingetragene Partner sollen darüber hinaus Rechte erhalten, die ihnen bisher verweigert waren. Im neuen Recht haben also die Verhältnismässigkeit und die Flexibilität einen grossen Stellenwert.

Genau diese Flexibilität und Verhältnismässigkeit leben wir im Perla Park schon seit Jahren und haben dies auch in unserem Heimleitbild festgehalten. Hier ein Auszug daraus:

Ein Leben in Würde und Autonomie

Unsere Bewohnerinnen und Bewohner haben das Recht, individuell und in Würde älter zu werden. Wir begegnen ihnen mit Respekt und Achtung. Ihre Lebensgeschichten nehmen wir sorgsam zur Kenntnis und wahren gleichsam ihre Privatsphäre und Autonomie.

Wir schaffen viele Möglichkeiten zum Informationsaustausch, lassen die Betroffenen wo immer möglich mitentscheiden oder mitreden und ermöglichen gemeinsame oder individuelle Tätigkeiten.

Mit unserem Bezugspersonensystem bieten wir vernetzte Beziehungsebenen, die eine umfassende Pflege, Betreuung und Begleitung zulassen. Bei allen Massnahmen achten wir auf professionelle Nähe und Distanz.

Angehörige und nahe Bezugspersonen unserer Bewohnerinnen und Bewohner sind uns jederzeit willkommen. Wir arbeiten gerne mit ihnen zusammen, wo dies unsere Bewohnerinnen und Bewohner zulassen oder dies in ihrem Sinne ist, wenn sie sich nicht mehr selber ausdrücken können, wobei wir stets den Persönlichkeitsschutz gewähren.

Die Zusammenarbeit unseres Heimes mit Angehörigen unserer Bewohnerinnen und Bewohnern liegt uns sehr am Herzen. In den meisten Fällen klappt diese auch hervorragend. Die Angehörigen wollen das Beste für ihren Vater oder ihre Mutter und wir versuchen die Wünsche zu erfüllen. Wir erleben auch Tochter oder Sohn, die uns mitteilen, was ihrer Ansicht nach für Mutter oder Vater notwendig wäre. Wenn dies im Sinne und auch nach dem Willen der Betroffenen ist, erfüllen wir diese Wünsche gerne. Wenn aber der Bewohner oder die Bewohnerin einen anderen Wunsch äussern, dann ist dieser für uns verbindlich.

Solche Unstimmigkeiten lassen sich vermeiden. Wir machen deshalb zukünftige Bewohnerinnen oder Bewohner, vor dem Heimeintritt, auf die Möglichkeit aufmerksam, einen Vorsorgeauftrag und eine Patientenverfügung zu erstellen. Dabei gilt es einige Vorschriften zu beachten:

Formvorschriften verhindern Missbräuche

"Wer einen Vorsorgeauftrag errichtet, trifft eine Entscheidung von grosser Tragweite. Deshalb sind bestimmte Formvorschriften vorgesehen: Der Vorsorgeauftrag muss entweder wie ein Testament von Hand geschrieben, datiert und unterzeichnet oder durch ein Notariat öffentlich beurkundet werden. Damit wird vermieden, dass insbesondere betagte Personen ein von Dritten verfasstes Papier unterschreiben, ohne sich hinreichend über dessen Inhalt Rechenschaft zu geben.

Die Errichtung des Vorsorgeauftrags sowie dessen Hinterlegungsort kann beim Zivilstandsamt im Personenstandsregister (Infostar) eingetragen werden. Auf diese Weise stellt die betroffene Person sicher, dass ihr Vorsorgeauftrag nicht toter Buchstabe bleibt. Im Fall ihrer Urteilsunfähigkeit erkundigt sich die Erwachsenenschutzbehörde beim Zivilstandsamt, ob ein Vorsorgeauftrag vorliegt, und prüft gegebenenfalls, ob er gültig errichtet worden ist. Sind sämtliche Voraussetzungen für seine Wirksamkeit erfüllt, händigt die Erwachsenenschutzbehörde der beauftragten Person eine Urkunde aus, worin ihre Aufgaben und Rechte festgehalten sind." ( ejpd )

 


 

Mitarbeitende

Gleich drei Mitarbeitenden können wir im Laufe dieses Jahres zum 10 jährigen Jubiläum gratulieren. Es ist dies auch eine Bestätigung für unsere Personalpolitik, bei der fördern und fordern, faire Arbeitsbedingungen, ein klares Personalreglement und ein grosszügiges Bildungskonzept wichtige Faktoren für eine langjährige Partnerschaft sind.


Die nächste Ausgabe erscheint in 8 Wochen

Wir freuen uns, wenn Sie diesen Newsletter an möglichst viele Freunde und Bekannte weiterleiten.

Mit besten Grüssen

Walter Winteler, Heimleiter