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Newsletter Nr. 2/Juli 2013

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Gesundheitskosten in der Schweiz

Gesundheitswesen in Zahlen:

2011 beliefen sich die Gesundheitsausgaben in der Schweiz auf insgesamt 64,6 Milliarden Franken, was 11% des Brutto-Inland-Produkt (BIP) entspricht. Seit 1999 haben die Ausgaben pro Jahr durchschnittlich um 3,8 % zugenommen.

Stationäre, halbstationäre und ambulante Behandlungen in Spitälern machten dabei rund 40 % der Gesamtkosten aus, gefolgt von den Leistungen der Ärzte mit 30 %, Apotheken mit 12,5 %. Weitere 7,5 % entfielen auf Leistungen der Physiotherapeuten, verschiedene andere Behandlungsmethoden und Labor-Kosten. 

Die restlichen 10 % auf die Krankenpflege, Spitex-Leistungen und Alters- und Pflegeheime.  Es sind also nicht in erster Linie die „Alten“, die die Kostenexplosion im Gesundheitswesen zu verantworten haben, sondern der stetig  steigende Anspruch an eine immer bessere, modernere und qualitativ hochstehende medizinische Leistung. Das Schweizer Gesundheitswesen ist teuer, bietet der Bevölkerung und der Wirtschaft aber einen klaren Mehrwert: über 365`000 Beschäftigte und enorme Investitionen (Spitäler, Heime und in Pharmaunternehmen). Doch andere OECD-Länder bieten mindestens ebenso gute Pflegeleistungen, aber kostengünstiger. Auffällig ist, dass in der Schweiz die Anzahl chirurgischer Eingriffe sehr hoch ist. Bei Prostata-Operationen dreimal höher als im OECD-Durchschnitt. Bei der Altersgruppe 75 bis 85 Jahre ist der Prozentsatz sogar sechsmal höher als beispielsweise in Portugal. Europaweit werden in der Schweiz am meisten künstliche Hüftgelenke eingesetzt. Wir sind auch weltweit am besten mit Diagnosegeräten ausgerüstet.

Die Schweiz bietet heute eines der weltbesten Gesundheitssysteme. Und Qualität hat immer ihren Preis. (Quellen:  Groupe Mutuel / Bundesamt für Statistsik) 

Persönlich bin ich der Meinung, dass wir auch europaweit die besten Alters- und Pflegeheime anbieten. Es besteht eine enorme Vielfalt an spezialisierten Institutionen, zugeschnitten auf die jeweilige Lebenssituation. Besuchen Sie unsere Homepage und informieren Sie sich über unser Haus. 

 


 

Was kostet eigentlich ein Heimaufenthalt und wie lässt sich das finanzieren?

Immer wieder stellen wir bei Anfragen nach den Kosten in unserem Heim fest, dass alte Menschen und ihre Angehörigen über die Finanzierung eines Heimaufenthaltes schlecht oder gar nicht informiert sind. "Ein Altersheim kann sich doch kein normaler Mensch leisten" sind Aussagen, die ich immer wieder höre. Das stimmt nicht. Es gibt in der Schweiz niemanden, der aus finanziellen Gründen nicht in ein Alters- oder Pflegeheim eintreten kann.

Bausteine der Finanzierung 

Grundsätzlich setzt sich die Finanzierung eines Pflegeheimaufenthaltes aus verschiedenen Bausteinen zusammen:
Rente der AHV ,Rente aus beruflicher und privater Vorsorge, Anteil aus dem eigenen Vermögen, Krankenkasse (Beitrag an Pflegekosten) und Ergänzungsleistungen zur AHV, wo Renten und übriges Einkommen die Kosten nicht decken . Weiter Hilflosenentschädigung der AHV, sowie Sozialhilfe, wo die oben genannten Mittel nicht ausreichen.

Wann besteht Anspruch auf Ergänzungsleistungen (EL)? 

Die Ergänzungsleistungen zur AHV / IV hilft dort, wo Rente und übriges Einkommen die minimalen Lebenskosten nicht decken. Die Ergänzungsleistung ist ein rechtlicher Anspruch und keine Fürsorge oder Sozialhilfe. Zusammen mit der AHV / IV gehört die EL zum sozialen Fundament unseres Staates.
Das Vermögen wird bei der Finanzierung eines Heimaufenthaltes mit eingerechnet. Als Vermögensfreibetrag werden gewährt:
Alleinstehende CHF 37'500.00
Verheiratete CHF 60'000.00

Wann bekommen Sie Hilflosenentschädigung?

Diese Entschädigung kann geltend gemacht werden, wenn die Hilflosigkeit ununterbrochen mindestens ein Jahr gedauert hat. Hilflos ist, wer für alltägliche Lebensverrichtungen (An- und Auskleiden, Toilette, Essen usw.) dauernd auf die Hilfe Dritter angewiesen ist, dauernder Pflege oder persönlicher Überwachung bedarf.
Diese Entschädigung ist vom Einkommen und Vermögen unabhängig und beträgt bei einer Hilflosigkeit:

leichten Grades CHF 234.- / Monat *
mittleren Grades CHF 585.- / Monat *
schweren Grades CHF 936.- / Monat *
* gemäss SVA-Zürich, Stand 2013 / die genannten Beträge können je nach Kanton variieren

Die Hilflosenentschädigung wird frühestens nach einem Jahr nach Eintritt der Hilflosigkeit und erst auf ein Gesuch hin ausgerichtet. 

Finanzierung bei Kurzzeit- oder Übergangspflege 

Sind Sie nur für eine begrenzte Zeit im Pflegeheim und kehren dann nach Hause zurück, können Sie die Kosten wie folgt erstattet bekommen. 

Sie beziehen schon EL:
Sie können sich die Kosten für den Aufenthalt im Pflegeheim als Krankheitskosten bei der EL zurückerstatten lassen.

Sie beziehen noch keine EL, Ihr Einkommen reicht aber nicht zur Finanzierung:
Dann ist trotzdem die Rückerstattung von Kranken- und Behinderungskosten durch die EL möglich, wenn die entstandenen Krankheitskosten höher sind, als die EL Mehreinnahmen im Jahr. 

Wir vom Perla Park betrachten uns als Dienstleister und unterstützen und beraten Sie bei Fragen zur Heimfinanzierung, Ergänzungsleitungen und Hilflosen-Entschädigungen in unserem Haus gerne.

Weitere Stellen, die Ihnen kompetent helfen können:

Alle Pro Senectute Niederlassungen in der Schweiz oder speziell in Zürich: Wohnen im Alter der Stadt Zürich. Unter: www.stadt-zuerich.ch/wohnenimalter erhalten Sie ebenfalls Informationen von kompetenten Personen. Und unter www.altersheime-zuerich.ch finden Sie sämtliche Altersheim der ITP Zürich (Interessensgemeinschaft der privaten Altersheime der Stadt Zürich)


Ich hoffe, Ihnen, liebe Leserin und Leser, mit unserer 2. Ausgabe wichtige Informationen vermittelt zu haben und freue mich auf ein Feedback von Ihnen.

Mit besten Grüssen

Walter Winteler / Heimleitung


Die nächste Ausgabe erscheint in 8 Wochen 

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