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Newsletter Nr. 4/November 2013

Sehr geehrte/r ###USER_first_name### ###USER_last_name###

Wirklich leben.

"Ärgern Sie sich über die Wirklichkeit, die nicht so ist, wie sie sein sollte?

Aber was ist Wirklichkeit? Sie ist das, was jetzt ist und scheinbar nicht anders sein kann. Jetzt sind Sie mit diesem Menschen zusammen, nicht mit einem anderen. Jetzt ist das Ihre Tätigkeit und keine andere. Jetzt regnet es, Sie können das nicht einfach abdrehen. Jetzt fährt die Bahn nicht, unmöglich sie anzuschieben. Das Kind schreit, Sie können jetzt nicht einfach weglaufen. 

Die Wirklichkeit ist oft ärgerlich, lästig, bedrückend. Das trägt ihr viel Wut, manchmal sogar Hass ein. Wie wichtig sie ist, zeigt sich meist erst, wenn sie zerbricht; Die Beziehung ist am Ende, der Job geht verloren, von schlimmeren Dingen ganz zu schweigen. Dann beginnt das Leben plötzlich zu schwimmen. Vieles ist jetzt möglich, aber darauf legen Sie gerade keinen Wert. Sie sehnen sich nach einer Wirklichkeit, die verlässlich ist, bei der Sie wissen, woran Sie sind und die Ihnen den Rahmen bietet, in dem Sie Ihr Leben einrichten können.

Wir alle brauchen die Wirklichkeit, um sie mit Leben füllen zu können. Wenn wir sie dann haben, können wir uns darüber beklagen, dass sie nicht so ist, wie sie sein soll. Wir vergleichen die Wirklichkeit, die wir haben mit jener Fülle der Möglichkeiten, die es auch noch gäbe, nur leider nicht jetzt und nicht für uns. Aber Wirklichkeit ist immer nur ein winziger Ausschnitt aus der Fülle der Möglichkeiten, die nicht alle wirklich werden können, nicht jetzt und eventuell im ganzen Leben nicht, wie lange es auch währen mag. Natürlich ist es eine gute Idee, die bestehende Wirklichkeit von Zeit zu Zeit mit neuen Möglichkeiten aufzufrischen: "Heute mal was anderes!" Aber jede Möglichkeit, die wirklich wird, ist dann auch wieder nur eine Wirklichkeit. Noch andere Dinge wären möglich .... Und so weiter. Also besser gar keine Wirklichkeit mehr? Dann gibt es auch nichts mehr zum Anfassen, und das ist auch kein Leben. Wer beispielsweise die Festlegung auf einen wirklichen Menschen fürs Leben scheut, bis garantiert der bestmögliche gefunden ist, wird feststellen: Mit achtzig lohnt sich das auch nicht mehr so recht.

Jede Wirklichkeit braucht Zeit, um wirklich werden zu können. Sie jedes Mal abzubrechen, wenn neue Möglichkeiten locken, lässt nichts mehr richtig wirklich werden. Und jede Wirklichkeit tut manchmal weh, da sie schmerzlich enger ausfällt als die Möglichkeiten, die nie weh tun, da sie ja nicht wirklich sind. Was also jetzt: Wirklichkeit oder neue Möglichkeiten?" (Wilhelm Schmid, Berlin, aus" Philosophie der Lebenskunst")

Es ist gerade die neue Wirklichkeit, die eintretenden Bewohnerinnen und Bewohnern so zu schaffen macht; zu spüren, dass es körperlich nicht mehr geht, die Treppen rauf zu steigen, dass es nicht mehr möglich ist, seinen Alltag selber zu bewältigen, dass man auf unterstützende Pflege angewiesen und der Lebensradius massiv enger geworden ist. Wir bieten dann das notwendige Umfeld, um sich wieder an die neue Wirklichkeit gewöhnen zu können, sie wieder mit Leben zu füllen. Wir stellen fest, dass die Vorurteile, in ein Alters- und Pflegeheim ein zu treten, meist nach zwei bis drei Wochen vorbei sind und die Verlässlichkeit, die neu gewonnene Sicherheit und der Rahmen, bei dem man sich das Leben wieder so einrichten kann, wie es für einen persönlich stimmt, zu neuer Lebensqualität, zu neuen Beziehungen, führt. Nicht zu unterschätzen ist auch, dass bei uns die soziale Isolation, dank dem vielseitigen Aktivierungsangebot, massiv gemindert werden kann.

Löhne, Teuerung und Mindestlöhne im Perla Park

Die Teuerung von 2006 bis 2012 betrug in der Schweiz, gemäss Landesindex der Konsumentenpreise, 2,9 %.

Seit 2006, bis Ende 2013, hat der Stiftungsrat des Perla Park alle Löhne um durchschnittlich 4,2 % , vor allem aber die untersten Löhne, bei den entsprechenden Anpassungen, um mindestens CHF 50.00 erhöht. Nach wie vor sind im Perla Park für alle Mitarbeitenden Essen und Getränke gratis. Das heisst, zum marktüblichen Bruttolohn werden (bei 100%) CHF 366.00 dazugezählt und bei den Abzügen wieder abgezogen. Drei Mahlzeiten, Kaffee, Mineral, werden also zusätzlich zum Lohn von unserer Stiftung getragen.

Für das Jahr 2014 wird es deshalb keine generelle Lohnerhöhung für die Mitarbeitenden, sondern einzelne, individuelle Anpassung geben. Die Faktoren für eine Erhöhung sind: ausserordentliche Leistung, Übernahme von zusätzlichen Aufgaben oder Verantwortung, abgeschlossene Berufsausbildung. Durch einen neuen Versicherungsvertrag beim UVG und der Krankenversicherung wird aber trotzdem jeder Mitarbeitende rund 0,8 % weniger Abzüge und damit mehr Geld, am Ende jeden Monats, auf seinem Konto haben.

Besonders erwähnen möchte ich, dass es ab dem 1. Januar 2014 keine Mitarbeitenden im Perla Park mehr gibt, die bei einem 100% Pensum nicht mindestens ein Salär von CHF 4'000.00 erhalten.

Die Stiftung Privat-Altersheim Perla, ihre Stiftungsräte und die Geschäftsführung sind sich darin einig, dass gute Arbeit auch mit einem entsprechenden Salär belohnt werden soll.

Wenn Sie diesen Newsletter spannend und interessant finden, leiten Sie ihn an möglichst viele Freunde und Bekannte weiter.

Mit besten Grüssen

Walter Winteler / Geschäftsführer


Die nächste Ausgabe erscheint in 9 Wochen