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Newsletter Nr. 11/ Februar 2015

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Ein neues Jahr- eine neue Chance

Wer konnte schon damit rechnen?

· Dass unsere Wirtschaft durch die Aufhebung des Mindestkurses, durch die SNB, in ihren Grundfesten erschüttert wird.

· Dass Karikaturen als Motiv für Terroranschläge missbraucht werden und damit unsere Toleranz, aber auch unsere Freiheit, unsere freie Meinungsäusserung, unser Sicherheitsgefühl,  auf dem Prüfstand stehen.

· Dass zu wenig Schnee fällt und unsere Tourismusorte mit einer schwierigen Wintersaison rechnen müssen.

· Dass es unserem Schweizer Skiteam gelingt, 7 Fahrer unter die ersten 12, an der Lauberhornabfahrt in Wengen, zu bringen.

· Dass unser "Simi National" nach einem langen Sprung von der grossen Schanze stürzt und ins Spital eingeliefert werden muss, notabene gerade als sein Töchterchen 1 Monat alt    geworden ist.

  

Was kommt da noch alles auf uns zu? 

Diese Frage stellen sich wohl viele und beginnen, sich mit Szenarien zu befassen, die so schlussendlich doch nicht eintreffen werden. Warum gibt es eigentlich in der Schweiz so viele Pessimisten? Warum fürchten wir uns ständig vor der Kündigung, vor Hochwasser, vor finanziellen Rückschlägen, vor Krankheiten, vor Anschlägen und, und, und. Die Liste lässt sich beliebig verlängern. Dabei wohnen wir im schönsten Land der Welt, mit sozialer Sicherheit wie nirgends sonst und mit einer der niedersten Verbrechensraten auf der ganzen Welt. Es geht den meisten gut bis sehr gut. Oder weckt gerade das die Angst vor Verlusten? Angst etwas zurückstecken zu müssen?

Angst vor dem Tod, obwohl wir doch wissen, dass er irgendwann kommt und nicht zu vermeiden ist?

Liegt es daran, dass wir mehr zu verlieren haben als die Anderen?

  

Wir sollten versuchen, dem neuen Jahr mit Optimismus zu begegnen und uns die alte Weisheit immer wieder in Erinnerung rufen: Nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird.

Begegnen wir dem neuen Jahr mit Optimismus. In jeder Krise steckt auch eine Chance. Die schon lange aufgeschobene Investition jetzt tätigen, wenn die Preise am Fallen sind. Sich wieder einmal etwas Zeit gönnen und mit offenen Augen durch die Welt gehen, wenn Kurzarbeit befohlen wird. Unsere nächste Umgebung neu erkunden, die Blumen entlang der Autobahn bewundern, denn erstaunlicherweise ist die Artenvielfalt hier ausgeprägt. Eine lang geplante Reise endlich realisieren, denn günstiger kommen wir kaum je wieder dazu.Plötzlich kürzer treten zu müssen ist sehr schwierig - aber auch eine Chance, denn Unterbrüche im Berufsleben sind die Regel. Weiterbildungen, Stellenwechsel und kurze Phasen der Arbeitslosigkeit sind mehr verbreitet als man denkt. So verlieren jedes Jahr rund 300'000 Menschen in der Schweiz ihren Job und werden Arbeitslos, also ein Vielfaches der in der Statistik ausgewiesenen Momentaufnahmen der Arbeitslosenzahlen. Fast alle finden in unserem flexiblen Arbeitsmarkt rasch wieder eine Stelle. Nur wenig wird jedoch darüber gesprochen, weil diese Pausen im Erwerbsleben oft nicht selbst gesucht worden sind.

Was hat das mit dem Perla Park zu tun?

Im Perla Park versuchen wir, die Arbeitsleistung aller Mitarbeitenden mit ihnen zu besprechen und ihren Fähigkeiten und den Bedürfnissen anzupassen.

Merken wir, dass jemand mit einem 100% Job überfordert ist, suchen wir das Gespräch und fragen, ob sich der oder die Mitarbeitende auch vorstellen könnte, die Arbeitszeit vorübergehend etwas zu reduzieren, denn 100 Prozent Einsatz in der abgemachten Arbeitszeit wird von uns erwartet. Vor allem in kleinen Heimen wird jede einzelne Arbeitskraft gebraucht und plötzliche oder immer wiederkehrende Absenzen schaffen grosse Probleme. Für jeden Mitarbeiter, jede Mitarbeiterin, die plötzlich fehlt, müssen die Kolleginnen und Kollegen einspringen und mehr leisten. Wer nicht alles gibt für den Job, der wird mit der Zeit vom Team ausgegrenzt und macht sich womöglich unbeliebt. Daraus kann eine Dauerbelastung der Mitarbeitenden resultieren, die nicht nur sozial, sondern auch gesundheitlich negative Konsequenzen haben kann. Aktivismus über alles, bis zur Erschöpfung. Die Japaner haben einen eigenen Begriff dafür geschaffen: Karoshi, der plötzliche Tod durch Überarbeitung und Stress.

Geplante Absenzen, Arbeitszeitreduktion, können helfen, dass gerade das nicht eintrifft. Geplante Absenzen lassen sich auch besser managen als unverhoffte, längere wegen Überlastung oder gesundheitlichen Problemen, die verdrängt worden sind. Unsere Mitarbeitenden können das Gespräch jederzeit mit ihren Bereichsleitungen oder der Geschäftsführung suchen. Gemeinsam wird dann ein Weg gesucht der beiden etwas bringt.


Veränderungen im Perla Park

An dieser Stelle einen ganz besonderen Dank an Frau Isaura Da Silva, unsere Sous-Chefin und an das Küchenteam. Sie alle haben die Zeit, bis zur Einsetzung unseres neuen Küchenchefs, Alex Lusti, der am 2. Februar seine Stelle bei uns antritt, durch hervorragende Leistungen möglich gemacht.

Das Kader ist ab dem 2. Februar also wieder vollzählig und wir heissen Alex Lusti herzlich Willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm.

Auch hier: Ein Wechsel nach 8 ½ Jahren ist schwierig, bietet aber auch die Chance für Veränderungen und Neues.

Was erwartet uns im neuen Jahr noch alles?

· Liftrennovation

· Neue Brandmeldeanlage

· Ausbau der Wireless- Anlage auf alle Stockwerke

· Lehrabschlussprüfungen in der Pflege (zwei FaGe Abschlüsse) und in der Hauswirtschaft ein EFZ-Abschluss

 

Nicht alles ist vorhersehbar, denn nichts ist so beständig wie die Veränderungen.

Dadurch ergeben sich neue Chancen für neue Auszubildende. Es gibt Traurigkeit über den Weggang von lieb gewordenen Lehrlingen. Es gibt Freude, neuen Auszubildenden die verschiedenen Berufe näher bringen zu können. Wir sind auch ein bisschen Stolz auf das Wissen, dass wir gut ausgebildete Arbeitskräfte dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen können.


Offenheit und Kommunikation

Im Zuge der Diskussion darüber, ob Pressefreiheit alles darf, ist mir ein kleiner Presseartikel aufgefallen:

So schreibt ein unbekannter Philosoph was er unter Pressefreiheit und freier Meinungsäusserung versteht: "Ich verachte ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen".

Wie gehen wir mit Kommunikation im eigenen Betrieb um? Geben wir unseren Mitarbeitenden das Gefäss, ihre Meinung mitteilen zu dürfen?

Wir haben dazu etwas erarbeitet, das ich Ihnen gerne vorstellen möchte. Es ist die Kommunikationskultur, die wir uns im Perla Park wünschen und die auch immer besser funktioniert.

Kein Mensch kann sein Verhalten von einem Tag auf den anderen ändern. Der Hinweis darauf, dass ich mich gerne unterhalte und über etwas diskutiere, wenn wir dies mit nachfolgenden Leitlinien machen können, führt dazu, dass unsere Kommunikationskultur sich fortlaufend verbessert.

Sie dürfen diese Leitplanke auch gerne kopieren oder ausdrucken.

Die Grundsätze...

- Gestehe dir das Recht zu, deine Interessen zu vertreten, und gestehe deinem Gegenüber das Recht zu, seine Interessen zu vertreten!

- Im Konflikt suche eine für beide Parteien annehmbare Lösung! Strebe eine Gewinner-Gewinner-Lösung an!

- Wenn du eine Entscheidung der nächsthöheren Instanz erhältst, die deinen Interessen widerspricht, versuche die dazugehörende Begründung aus der erweiterten Verantwortlichkeit der   oder des Vorgesetzten anzunehmen.

- Wenn dir wichtige Informationen fehlen, hast du das Recht, aber auch die Pflicht, die nötigen Auskünfte einzuholen.

...und ihre Regeln

- Löst das Verhalten einer anderen Person angenehme oder unangenehme Gefühle aus, so teile ihr diese Gefühle mit. Friss die unangenehmen Gefühle nicht in dich hinein und beklage      dich nicht bei Dritten! Sprich mit der betreffenden Person darüber, und versuche das Problem mit ihr zu klären.

- Feedback sollte möglichst unmittelbar erfolgen. Wenn du glaubst, nicht sachlich darauf eingehen zu können, dann sage dies. Gib deinem Gegenüber die Gelegenheit, sein Gefühl kurz los    zu werden, und schlage einen späteren Zeitpunkt vor.

- Vermeide Interpretationen sondern teile deine Wahrnehmungen, deine Vermutungen und Gefühle als solche mit!

- Sage nicht "man" oder "wir", sondern sprich in Ich-Form!

- Wenn du eine Frage stellst, sage, warum du sie stellst, damit der andere deine Gedankengänge nachvollziehen kann.

- Wenn du Feedback erhältst, rechtfertige dich nicht, sondern höre ruhig zu und überprüfe fragend, ob du richtig verstanden hast.

- Fasse Feedbacks nicht als Kritik sondern als Information über das Erleben deines Gegenübers auf.


Ich wünsche Ihnen ein wunderbares Jahr, viel Schnee, Sonnenschein und Regen,

Ich wünsche Ihnen viele fröhliche und lustige Begegnungen,

Ich wünsche Ihnen ab und zu einen richtig stressigen Tag,

Ich wünsche Ihnen freie Tage die Sie richtig geniessen können,

Ich wünsche Ihnen liebe Menschen in Ihrer Umgebung,

Ich wünsche Ihnen Durchhaltewillen bei heftigen Diskussionen.

Vor allem aber wünsche ich Ihnen, dass Sie mit offenen Augen durch das Leben gehen.

Das was ich Ihnen gewünscht habe ist nichts anderes als eine Kurzfassung meines ganz normalen Alltags, und aus meinem Tagebuch, in das ich mir seit 6 Monaten täglich eine Kurznotiz mache.

Ich überrasche mich dabei immer wieder selber, wieviel ich eigentlich erleben und sehen durfte.

Walter Winteler, Geschäftsführer

Die nächste Ausgabe erscheint in 8 Wochen